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QSAR
Quantitative Struktur-Wirkungsbeziehungen (QSAR) sind ein wissenschaftlicher Ansatz, um die Beziehung zwischen der chemischen Struktur einer Substanz und deren biologischer Wirkung zu verstehen. Dabei werden mathematische Modelle entwickelt, die es ermöglichen, die toxikologischen oder pharmakologischen Eigenschaften von Substanzen basierend auf ihrer molekularen Struktur vorherzusagen. QSAR-Modelle sind von zentraler Bedeutung, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer chemischer Substanzen effizient zu bewerten und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Sie bieten eine kostengünstige Möglichkeit, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu minimieren.
Unser Testportfolio für folgende Produktgruppen:
Chemikalien, Agrochemikalien, SVHC, Biozide
Regulatorischer Hintergrund
QSAR-Modelle ermöglichen die Vorhersage von toxikologischen und physikochemischen Eigenschaften anhand der Molekülstruktur – ohne Tierversuche.
Sie werden von der ECHA (unter REACH und BPR) und EFSA (für Pflanzenschutzmittel) anerkannt, wenn sie den OECD-Validierungsprinzipien entsprechen:
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klar definierter Endpunkt
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nachvollziehbarer Algorithmus
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dokumentierte Güte und Anwendungsdomäne
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mechanistische oder physikochemische Begründung
Anerkannte Tools sind u. a. die OECD QSAR Toolbox, VEGA, ECOSAR und CASE Ultra.
Profitieren Sie von uns durch:
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Behördenkonforme QSAR-Berichte (ECHA / EFSA-kompatibel)
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Schnelle, Versuchstierfreie Bewertung
Anwendungsbereiche nach Endpunkten
Physikalisch-chemische Eigenschaften:
- Log Kₒw, Wasserlöslichkeit, Dampfdruck
- Schmelz-/Siedepunkt, Abbaurate
Ökotoxizität und Umweltverhalten:
- Vorhersage akuter und chronischer Effekte auf aquatische Organismen von Algen-, Daphnien- und Fischtoxizität (ECOSAR, VEGA)
- Bioakkumulation (BCF-Modelle)
- Persistenz / Abbau (QSAR Toolbox, VEGA)
Haut- und Augenreizung / -sensibilisierung:
- Hautsensibilisierung (OECD QSAR Toolbox)
- Reizung/Korrosion (VEGA, QSAR Toolbox)
Genotoxizität und Mutagenität:
- Screening Modelle auf mutagene Potenziale VEGA (Ames, Chromosomal Aberration), QSAR Toolbox
Endokrine Aktivität (Screening):
- VEGA, QSAR Toolbox (Estrogenrezeptor (ER)/ Androgenrezeptor (AR)-Binding)
Pharmazeutika
QSAR-Modelle sind in der Arzneimittelentwicklung fest etabliert und werden von EMA, FDA und gemäß ICH-Leitlinien (z. B. M7, S1B) anerkannt.
Sie unterstützen die frühe Risikoabschätzung, Wirkstoffoptimierung und Bewertung von Verunreinigungen – schnell, kosteneffizient und tierversuchsfrei.
Anerkannte Tools: Derek Nexus, Sarah Nexus, Leadscope, VEGA, OECD QSAR Toolbox, ADMET Predictor.
Toxikologische Endpunkte:
Frühzeitiges Safety-Profiling zur Minimierung von Entwicklungsrisiken:
- Mutagenität (Ames-Test): Derek/Sarah Nexus, Leadscope (ICH M7)
- Kardiotoxizität (hERG): VEGA, ADMET Predictor
- Hepatotoxizität / DILI: VEGA, DILIrank
Verunreinigungen & Metaboliten:
- Pflichtanwendung nach ICH M7: Bewertung potenziell genotoxischer Verunreinigungen mit zwei QSAR-Systemen (regelbasiert + statistisch).
Endokrine & systemische Effekte:
- Screening auf hormonelle oder sekundäre toxikologische Wirkungen (VEGA, OECD Toolbox).
Tierarzneimittel
Phase II, Tier A:
- Quantitative Struktur Wirkungsbeziehungen (SAR)
Phase II, Tier B:
- Quantitative Struktur Wirkungsbeziehungen (SAR)
- + 49 30 843 13 661
- info@toxlicon.com
Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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